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Hurrikan-Hotspot New York City

Jürg Zogg
Dienstag, 30. Oktober 2012

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hörte man immer wieder von Hurrikanen in Texas, Louisiana und Florida. New York City blieb dagegen von Hurrikanen seit über 100 Jahren mehr oder weniger verschont. Ganz anders sah es aber im 19. Jahrhundert aus, zwischen 1821 und 1893 sorgten mehrere Hurrikane in New York für grosse Schäden!

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Rekordflut im Jahre 1821

Im 20. und 21. Jahrhundert wurde New York City von Hurrikanen grösstenteils verschont. Diese zogen meist etwas weiter östlich vorüber und sorgten im östlichen Teil von Long Island und in New England  für Zerstörung. Ganz anders sah es aber im 19. Jahrhundert aus: Der wahrscheinlich stärkste Hurrikan (Kategorie 3) zog am 3. September 1821 über New York City hinweg. Damals wurde Lower Manhattan bis zur Höhe Canal Street komplett überflutet. Der im Jahre 1821 gemessene Wasserhöchststand an der Messstelle The Battery wurde in der vergangenen Nacht nun aber übertroffen! Weitere Hurrikane sorgten in den Jahren 1825 und 1850  für grosse Schäden. Im August 1893 zog der letzte grosse Hurrikan über den Grossraum New York hinweg. In der New York Times war damals die Rede von bis zu 9 Meter hohen Flutwellen, die an Land Häuser und Eisenbahnlinien zerstörten. Zudem wurde der Central Park verwüstet "wie noch nie zuvor".

Küstenform verschlimmert Sturmflut

Die Gegend vom nördlichen New Jersey über New York City bis zum westlichen Teil von Long Island gehört zu den Regionen in den USA mit dem grössten Schadenpotential bei tropischen Stürmen und Hurrikanen. Einerseits ist die Regionen äusserst dicht besiedelt. Andererseits kommt die Form der Küstenlinie verschärfend hinzu. Die Küsten von New Jersey und Long Island bilden beinahe einen rechten Winkel, dazwischen liegt New York Harbor. Bei südlichen Winden wirken diese beiden Küsten wie ein Trichter und lenken bei einer Sturmflut noch mehr Wasser Richtung New York City.

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Hurrikan Sandy am 29.Oktober 2012 NOAA

Supersturm Sandy

Ex-Hurrikan Sandy hat am Dienstag früh um 1 Uhr Mitteleuropäischer Zeit die US-Atlantikküste erreicht. Der Sturm  zog in der Nähe von Atlantik City/New Jersey auf das Festland  und sorgte an der Ostküste vielerorts für Verwüstungen.  Im Grossraum New York wurden Spitzenböen von 100 bis knapp 150 km/h registriert. Ebenso gefährlich wie der Wind ist aber die Sturmflut. Durch den stürmischen Wind wird viel Wasser gegen die Küsten gedrückt. Während der Phase der Ebbe wird dieser Effekt etwas gedämpft, während der Zeit der Flut aber zusätzlich verstärkt. Dann werden küstennahe Zonen mit geschätzten 1 bis 4 Meter hohen Wassermassen überflutet. Zudem muss auch mit Schäden und Behinderungen durch grosse Regenmengen und in höheren Lagen durch viel Neuschnee gerechnet werden.