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Amerikanische Ostküste hält den Atem an

„Sandy“, der perfekte Sturm

Montag, 29. Oktober 2012

Zurzeit zieht Hurrikan „Sandy“ der amerikanischen Ostküste entlang nach Norden. In der Nacht auf Dienstag trifft „Sandy“ nahe New York auf die Küste. Nach jetzigen Voraussagen muss mit extremen Schäden gerechnet werden. Heftiger Wind und grosse Regenmengen werden an der Küste erwartet, dazu muss auf Grund der Mondkonstellation mit einer Springflut gerechnet werden. Gleichzeitig droht am Westrand des Tiefs ein Schneechaos.

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Am Montagmittag Schweizerzeit lag Hurrikan „Sandy“ noch gut 500 Kilometer südöstlich von New York. Bis zu diesem Zeitpunkt zog der Hurrikan in nördlicher Richtung mehr oder weniger parallel zur amerikanischen Küsten. In den kommenden Stunden dürfte „Sandy“ aber eine Zugbahn nach Westen einschlagen und entsprechend wird erwartet, dass der Hurrikan morgen (Dienstag) früh Schweizerzeit das Festland knapp südlich von New York erreichen wird. Zu diesem Zeitpunkt dürfte er als Hurrikan Stufe 1 (auf der Saffir-Simpson-Skala) an Land gehen. Die Stufe 1 wird erreicht, wenn sich die Böen im Bereich zwischen 119 und 154 Kilometer pro Stunde bewegen. Nebst Orkanböen wird auf dem Festland auch heftiger Regen erwartet. Bis am Montag um 10 Uhr Ortszeit (15 Uhr Schweizerzeit) erreichte der Sturm auf dem New Yorker Flughafen La Guardia bereits einen Spitzenwert von 93 Kilometer pro Stunde, auf dem John F. Kennedy-Flughafen (JFK) lag der Spitzenwert bis zum gleichen Zeitpunkt bei 72 Kilometer pro Stunde. Südöstlich von Cape May im US-Bundesstaat New Jersey wurden bereits am Montagmittag Wellen mit mehr als 7 Meter Höhe gemessen.

Bild Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen von Windspitzen mit mehr als 50 Knoten
Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen von Windspitzen mit mehr als 50 Knoten NOAA

„Amis“ sprechen von „perfektem Sturm“

Die Ostküste wird aber nicht nur allein von Hurrikan „Sandy“ bedroht, schlimmer noch: Von Westen nähert sich ein Wintersturm und gleichzeitig kommt von Norden eine Kaltfront daher. Es ziehen also drei für sich alleine schon sehr aktive Systeme auf die amerikanische Ostküste zu, und weil die Temperaturunterschiede der Systeme riesig sind, ist das Zerstörungspotential im Kollisionsbereich sehr gross. Damit noch nicht genug: Am Montag ist Vollmond, entsprechend ist die Flut momentan höher als sonst. In New York und Umgebung richten sich Behörden und Bewohner auf eine Springflut ein!

Bild Erwartete Niederschlagsmengen in den kommenden 24 Stunden
Erwartete Niederschlagsmengen in den kommenden 24 Stunden NOAA

(FB)