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Die Schweiz wurde eingeschneit
Am letzten Oktoberwochenende dieses Jahres hat es auf der Alpennordseite kräftig geschneit. Dank einer Gegenstromlage sind selbst im Mittelland für diese Jahreszeit erstaunlich hohe Schneemengen gefallen.
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Wetterlage
Am Samstag, 27. Oktober 2012, erreichte uns in den unteren Luftschichten kalte Luft aus Norden. In der Höhe floss aus Süden Feuchtigkeit in die Schweiz. Die sogenannte Gegenstromlage sorgte auf der Alpennordseite für ausgiebigen Schneefall.
Schneemengen
Bereits am Sonntagmorgen lag teilweise Neuschnee. Im Mittelland reichte es fast überall für angezuckerte Bäume oder Hausdächer, es fielen sogar verbreitet 5 bis 15 cm Neuschnee. Am Juranordfuss (Baselland und nördlicher Solothurner Jura) gab es stellenweise 20 cm und mehr. Am meisten Schnee fiel jedoch in den zentralen und östlichen Alpen, die Mengen belaufen sich hier auf 20 bis 35 cm. Tagsüber schneite es an einigen Orten fast ohne Pause weiter, so dass noch ein paar Zentimeter Neuschnee dazukamen. Allerdings war der Untergrund oft noch so warm, dass ein Teil des Neuschnees gleich wieder dahinschmolz.
Am Abend wurden noch folgende Neuschneemengen gemeldet: 42 cm in La Chaux-de-Fonds, 10 cm in Langnau im Emmental, 6 cm in Adelboden, 10 cm in Einsiedenl, 19 cm in St. Gallen, 10 cm in Elm, 15 cm in Disentis und 16 cm in Arosa.
Wie häufig sind solche frühen Wintereinbrüche?
Der letzte markante Wintereinbruch im Oktober liegt 4 Jahre zurück und war am 29. Oktober 2008. Damals fielen die Neuschneemengen sogar noch grösser aus. Auch nach dem Hitzesommer im Jahr 2003 kam es schon im Oktober zu einem massiven Kälteeinbruch, am 23 Oktober 2003 waren die Neuschneemengen jedoch geringer als dieses Wochenende.
Weitere Wetterkabriolen
Neben dem Schneefall sorgte auch der Wind für Furore: In der Nacht auf Sonntag wehte eine starke bis stürmische Bise durch die Westschweiz. Die Windspitzen lagen am Genfersee zwischen 60 und 90 km/h. Die Wetterstation La Dôle hat gar eine Böe von 100 km/h gemessen. Im Tessin blies der Nordföhn mit Windspitzen von bis zu 90 km/h im Südtessin. Dank dem kalten Wind fielen im Tessin die Temperaturen in der Nacht auf rund 3 Grad.
Aussichten
Im Laufe des Sonntags dreht nun auch der Wind in der Höhe auf Nord. Die Feuchtigkeitszufuhr aus Süden nimmt somit ab. An den zentralen und östlichen Voralpen kann es bis am Montag noch etwas Schnee geben, sonst wird es zunehmend trocken. Auf Montag kann sich dann ein Hochdruckgebiet aufbauen, welches vorübergehend für freundliches Wetter sorgt. Der Wochenstart ist jedoch frostig: Die Temperaturen liegen am Montagmorgen auf der Alpennordseite zwischen -2 und -6 Grad. Erst ab Dienstag sind die Temperaturen wieder im Aufwärtstrend.








