Übersicht
Die Hitzewelle hat uns erreicht
Hoch „Achim“ sorgt schon für 34 Grad
Das Spätsommerhoch „Achim“ bringt uns nochmals die grosse Sommerhitze. Es hat zwar seinen Schwerpunkt schon nach Polen verlagert, auf seiner Südwestflanke fliesst nun aber trockene und extrem heisse Luft von Nordafrika direkt zur Schweiz. Am frühen Abend zeigte das Thermometer in Sitten 34,1 Grad. Im Tessin wurde der bisherige Jahreshöchstwert von 32,1 Grad deutlich übertroffen. In Chiasso wurden am Nachmittag genau 33 Grad gemessen. Den Höhepunkt der Hitzewelle erleben wir aber erst zwischen morgen Sonntag und Dienstag.
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Hoch „Achim“ ist bereits gestern (Freitag) von Frankreich her an uns vorbeigezogen. Es liegt nun mit seinem Kern über Polen und zieht morgen (Sonntag) Richtung Ukraine weiter. Damit kann von den Maghrebländern her trockene und immer heissere Luft direkt zu uns fliessen. Entsprechend erleben wir in der ganzen Schweiz an diesem Wochenende sonniges, meist sogar wolkenloses Hochsommerwetter.
Die Vorgabe liegt bei 34 Grad
Bereits heute gab es an vielen Orten einen Hitzetag. Der Maximalwert wurde mit 34,1 Grad in Sitten gemessen. In Visp (32,8), Evionnaz (32,7) und Basel (32,2) wurde die 32 Gradmarke übertroffen. Mehr als 30 Grad gab es verbreitet vom Genfersee quer durch das Mittelland bis an den westlichen Bodensee. Einzig in der Zentral- und Ostschweiz reichte es nur lokal für 30 Grad. Die Ursache für diese verhältnismässig tiefen Temperaturen im Osten lag bei den tiefen Frühtemperaturen. Am Morgen zeigte das Thermometer in diesen Gebieten nur 12 bis 14 Grad und so dauert es recht lange bis die Hitze auch in diese Gegenden vorstiess.
Jahresrekorde im Süden und im Hochgebirge
Im Tessin gab es in der Nacht zum Samstag zum Teil eine Tropennacht. So sank die Quecksilbersäule in Lugano nicht unter die 21 Gradmarke. Kein Wunder stiegen dann die Werte rasch an. Mit 33,0 Grad wurde im Tessin ein neuer Jahreshöchstwert aufgestellt. Ebenfalls Jahresrekorde gab es im Hochgebirge. Dort traf die heisse Afrikaluft fast ungebremst ein. Auf dem Jungfraujoch wurde ein Spitzenwert von 10,1 Grad gemessen, und auch auf dem Säntis war es mit 17,6 Grad so heiss wie noch nie im Jahre 2012. Absolut spektakulär auch die Höchsttemperatur in Schuls im Unterengadin: Dort wurde auf 1300 Metern Meereshöhe ein Wert von 31,0 Grad gemessen, auch das ein Jahreshöchstwert!
Es wird noch heisser
Morgen Sonntag erreicht uns noch heissere Luft. Die Höchsttemperaturen dürften in der ganzen Schweiz zwischen 32 und 36 Grad liegen. Im Rhonetal, am Genfersee und auch in der Nordwestschweiz könnte es lokal sogar noch etwas heisser werden. Auch am Montag und Dienstag geht es mit grosser Hitze weiter. Wahrscheinlich wird die bisherige Jahreshöchsttemperatur von 35,8 Grad, gemessen am 30. Juni in Bad Ragaz, bis am Dienstagabend übertroffen. Der „Schweizerrekord“ vom 13. August 2003 mit 41,5 Grad, gemessen in Grono im unteren Misox, bleibt aber für Hoch „Achim“ unerreichbar.
(FB)








