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Am Wochenende um 35 Grad

Felix Blumer
Donnerstag, 16. August 2012

Bereits am Mittwoch erreichten die Temperaturen in Basel 34 Grad. Hinter der Gewitterfront, die uns in der Nacht zum Donnerstag überquert hat, nimmt nun der Hochsommer nochmals richtig Anlauf. Von Sonntag bis Dienstag werden in weiten Teilen der Schweiz Höchsttemperaturen um 35 Grad erwartet. Mit der grossen Hitzewelle von 2003 kann man die jetzige Hitzeperiode aber nicht vergleichen.

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Der Hochsommer dreht noch einmal auf. Ab Freitag wird es von Tag zu Tag etwas heisser. Von Sonntag bis Dienstag werden in der ganzen Schweiz Höchsttemperaturen zwischen 32 und 36 Grad erwartet. Lokal könnte es sogar noch etwas heisser werden. Die grösste Erwärmung erwarten wir in den Bergen.

Ähnlich wie im letzten Jahr

Hitzewellen in der zweiten Augusthälfte haben bald schon Tradition. Auch im letzten Jahr war der Juli nicht wirklich hochsommerlich, dafür wurde es Ende August richtig heiss. So gab es beispielsweise in Sitten 9 Hitzetage in Folge, Tage mit einer Höchsttemperatur von mehr als 30 Grad. Am 22. August wurde mit 36,8 Grad in Sitten der Jahreshöchstwert gemessen. Dies war seit dem Hitzesommer 2003 die höchste in der Schweiz gemessene Temperatur. Auch 2009 wurde die Jahreshöchsttemperatur erst in der zweiten Augusthälfte registriert. Am 20. August gab es in Genf 36,2 Grad. In den Jahren 2010 und 2007 gab es Ende August ebenfalls Tage mit sehr hohen Temperaturen. In beiden Fällen konnte jeweils das Eidgenössische Schwingfest vom heissen Augustwetter profitieren.

Gibt es einen neuen Hitzerekord?

Der „Schweizerrekord“ datiert nach wie vor vom 13. August 2003 gemessen in Grono im Misox mit 41,5 Grad. Dieser Rekord bleibt in den kommenden Tagen unangetastet. Einerseits profitierte Grono damals noch von Nordföhnunterstützung und anderseits wurde der Wert in einer konventionellen Wetterhütte gemessen, die erfahrungsgemäss höhere Werte liefert als die heutigen vollelektronischen Messfühler. Im Mittelland dürften die Werte von 2003 ebenfalls nicht erreicht werden. Damals waren die Nachttemperaturen deutlich höher und es war etwas weniger Feuchte vorhanden, so dass sich die Luft viel schneller erwärmen konnte.

Hitze macht nicht nur Freude

Die grosse Hitze sorgt an vielen Orten wieder für zu hohe Ozonkonzentrationen. Personen mit Atemwegsproblemen sollten daher grosse Anstrengungen um die Mittagszeit und am Nachmittag vermeiden. Auch in den Bergen bringt die Hitze Probleme. Die Nullgradgrenze steigt am Wochenende und zu Beginn der kommenden Woche auf rund 4700 Meter an. Dabei taut zum Teil der Permafrost an. Entsprechend steigt die Gefahr von Steinschlag und in vergletscherten Gebieten muss mit Eisabbrüchen gerechnet werden. In den Bergen ist es durchaus möglich, dass Hitzerekorde erreicht werden, da vor allem in der Höhe sehr warme Luft aus Spanien zu uns strömt.

Keine Dürre in Sicht

Im Gegensatz zum Sommer 2003 oder auch zur Hitze im Juli 2006, als es zusätzlich wochenlang keinen Regen gab, muss jetzt keine Dürre befürchtet werden. Noch am Donnerstag gab es stellenweise 50 Millimeter Regen. In der Romandie fiel bis zur Monatsmitte lokal mehr Regen als normalerweise im ganzen August. Entsprechend ist genügend Feuchtigkeit vorhanden. Auch die Energieversorgung kennt wegen den paar Hitzetagen noch keine Sorgen.