Übersicht
Goneri mit 100-jährigem Hochwasser
Ergiebig Regen und Hochwasser im Wallis
Seit Sonntag sorgt eine Luftmassengrenze über der Schweiz für zahlreiche Unwetter. Am Montag war vor allem das Wallis, speziell das Goms, und die angrenzenden Gebiete betroffen. Während des ganzen Tages goss es wie aus Kübeln, der kleine Fluss Goneri, der von Süden nach Oberwald fliesst, erreichte eine Hochwasserspitze, wie sie dort nur alle 100 Jahre erwartet wird. An der Rhone wurde unterhalb von Sitten Hochwasseralarm Stufe 4 ausgegeben.
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Am Sonntag gab es vor allem am Nordrand der Schweiz kräftigen Regen und Hagel, in der Nacht zum Montag legte sich die Luftmassengrenze quer über die Alpen und sorgte vor allem im Oberwallis und den angrenzenden Gebieten für ergiebigen Regen und teilweise auch Hochwasser. Innerhalb von 24 Stunden gab es teilweise bis zu 60 Millimeter Regen. Dieser Höchstwert wurde bei der Station Steingletscher am Sustenpass registriert. Bei der Station Grimsel Hospitz wurden 50 Millimeter registriert, im oberen Maggiatal rund 48 Millimeter.
Mehrere Komponenten führten zu Hochwasser
Im Goms und in den angrenzenden Gebieten sorgten die intensiven Niederschläge an zahlreichen Gewässern für Hochwasser. So wurde an der Goneri, die von Süden zur Gemeinde Oberwald führt, eine Wassermenge registriert, wie sie statistisch nur alle 100 Jahre erwartet wird. In Reckingen (VS) erreichte die Rhone einen Wert, der statistisch rund alle 50 Jahre eintritt. In diesen Gebieten machte sich nicht nur der kräftige Regen bemerkbar. Verschärfend kam hinzu, dass die Schneefallgrenze im Bereich zwischen 3300 und 3500 Metern lag und damit praktisch der ganze Niederschlag sofort zu Abfluss kam und nicht als Schnee liegen blieb. Schlimmer noch: Mit dem milden Regen schmolz zusätzlich Altschnee und auch von den Gletschern kam weiteres Schmelzwasser hinzu.
Gesperrte Pässe
Nach den kräftigen Niederschlägen mussten die Pässe Nufenen, Furka, Grimsel und Susten mindestens teilweise gesperrt werden, da immer wieder Steinschlag die Strassen bedrohte. Der Sustenpass wurde am Nachmittag wieder geöffnet. Auch im hintersten Saastal musste die Strasse gesperrt werden, ebenso zwischen Grengiols und Viertel.
Rhone mit Gefahrenstufe 4
Am Abend entsprach der Pegel der Rhone einem Wert wie er nur alle 10 Jahre erreicht wird. Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) wird von einem weiteren Anstieg des Pegels unterhalb von Sitten ausgegangen. Entsprechend wurde für die Rhone in diesem Bereich eine Gefahrenwarnung der Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala ausgerufen.
Nur vorübergehende Wetterberuhigung
In der Nacht zieht das Niederschlagsband weiter nach Osten. Damit gibt es zunächst vor allem im Tessin und in Graubünden noch kräftigen Niederschlag, allerdings ist von deutlich geringeren Regenmengen auszugehen. Am Dienstag und Mittwoch gibt es nur noch lokale Schauer und Gewitter. Bereits am Donnerstag und Freitag muss erneut in der ganze Schweiz mit starkem Regen gerechnet werden, dabei kann es auch wieder zu Unwettern mit Sturmböen und Hagelschlag kommen.







